Galerie Raum mit Licht

 

ANDREA VAN DER STRAETEN

Andrea van der Straeten wählt aus einem breiten Spektrum filmischer, fotografischer, installativer, zeichnerischer, auditiver oder performativer Techniken die jeweilige Form der Umsetzung für ihre Arbeiten. Dabei analysiert sie die jeweiligen Medien ebenso wie Prozesse, Abläufe und Funktionszusammenhänge in der Kunst an sich.

In vielen ihrer künstlerischen Arbeiten kombiniert sie ihr Interesse an Sprache und Literatur mit einem technisch experimentellen und visuell oft überraschenden Vokabular: wenn die aggressive Kraft einer verletzenden Sprache in einer Serie von Laserschnitten aus Papier verdeutlicht wird durch die Kombination von ästhetisch eindrucksvollen Farben und an Schusslöcher erinnernden cut-outs bestimmter Buchstaben, oder wenn sie halbtransparentes, gewachsten Pizzapapier benutzt um darauf Zeichnungen und Texte zu poetischen Geweben zu überlagern.
Wiederholt wählt sie für die Konzeption ihrer Arbeiten eine Geschichte, die an ganz bestimmten Punkten der Geschichte manifest wird. Dieser Referenzraum definiert sich dabei in einer Breite, die von Themen der Frauen- und Geschlechtergeschichte, über biografische Momente und politische Ereignisse, literarische Quellen bis zur Kunst- und Institutionsgeschichte reichen kann. Dabei geht es ihr auch um eine Dekonstruktion der Geschichte als festgeschriebene Erzählform. Hier beweist die Künstlerin ihre Präzision in der Auswahl der Themen und große Sensibilität für Zusammenhänge und Kontexte.